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Republik an der westafrikanischen Küste zwischen Mauretanien im Norden und Guinea im Süden, 196 722 km², 10,1 Mio. Einwohner, Hauptstadt Dakar, Amtssprache Französisch.
Senegal wird vorwiegend von islamischen sudaniden Stämmen bewohnt und ist ein im Norden trocken- und im Süden feucht-heißes Land, das im Tal des gleichnamigen Flusses Reisanbau und Weidewirtschaft erlaubt, sonst v. a. Erdnussanbau und Fischerei.
Geschichte
Im Gebiet von Senegal ließen sich seit Mitte des 15. Jh. Portugiesen, im 17. Jh. auch Niederländer und Franzosen nieder, die das Land Anfang des 19. Jh. in ihren Kolonialbesitz eingliederten. 1958 wurde Senegal autonome Republik innerhalb der Französischen Gemeinschaft und 1960 unabhängig. Unter Präsident Senghor (1906–2001, regierte bis 1980) festigte sich eine Präsidialdemokratie, die durch wirtschaftliche Probleme und aufständische Separatisten bedroht war. Senegal bildete 1982–89 mit Gambia die Konföderation Senegambia. Anfang der 1990er Jahre führten erneute Unruhen im Land zu weiteren Liberalisierungsmaßnahmen; Rebellenorganisationen verüben aber weiterhin Überfälle und Entführungen. Eine neue Verfassung von 2001 schränkt die Machtbefugnisse des Präsidenten weiter ein und stärkt die Rechte der Bürger, insbesondere der Frauen.